Show simple item record

dc.contributor.editorPreußer, Heinz-Peter
dc.contributor.editorSchlickers, Sabine
dc.date.accessioned2025-08-11T09:24:16Z
dc.date.available2025-08-11T09:24:16Z
dc.date.issued2025
dc.identifier.urihttps://library.oapen.org/handle/20.500.12657/105365
dc.description.abstractSeit der Erfindung von Ton- und Bildaufzeichnung im 19. Jahrhundert existiert die Option, das Reale selbst einzufangen und zu fixieren für die Reproduktion. Damit wird zugleich die Manipulation am Abbild des Wirklichen selbst möglich. Töne können nun beschleunigt und verlangsamt wiedergegeben, neu montiert oder rückwärts abgespielt werden. Fotografien bieten nur Ausschnitte; als bewegte Abbilder aber verfügen sie bereits über ein ganzes Arsenal an Verzerrungen der Realität. Unterbrechungen der Aufzeichnung, Ellipsen, Kontinuitäts- wie Kontrast- und Assoziationsmontage heben das Zeit-Raum-Kontinuum auf und rekonfigurieren alternative Wirklichkeiten. Die Geschichte der Zeitanomalien in audiovisuellen Medien beginnt also gleich mit deren Erfindung – und setzt sich bis zum Ende der Stummfilmära rasant fort. Mit der Jahrtausendwende allerdings – nach der Etablierung des Internets als Medium der Omnipräsenz, der stetigen Allgegenwärtigkeit kommunikativer Akte – vermehren sich die Abweichungen zur konstanten Zeiterfahrung: im fiktionalen Film oder in Serien sowie in der faktualen Berichterstattung. Das achronologische Erzählen ist im Film mittlerweile Usus. Seine Formen können gehäuft auftreten als Artefakt-Markierungen oder gezielt eingesetzt sein zur manipulativen Steuerung von Rezipienten. Der vorliegende Sammelband befragt in diesem Rahmen bekannte (moderne) Klassiker des Films sowie neuere, bislang weniger beachtete Beispiele der Zeitanomalie und beleuchtet eben deren Rückwirkungen auf die Erfahrung kohärenter Wirklichkeit und Zeitabläufe. Das gilt etwa für die achronologische Umstellung oder auch: das Rückwärtserzählen. Und wie verhält es sich mit dem Erzählrhythmus und der Frequenz in Bezug auf Zeitanomalien? Darüber hinaus arbeiten Science-Fiction-Filme bekanntlich mit Zeitreisen, Wurmlöchern und anderen Zeitverzerrungen. Seltener und hochkomplex sind Zeitanomalien, die durch paradoxale narrative Verfahren wie Endlos-Schleifen und Möbiusbänder entstehen.en_US
dc.languageGermanen_US
dc.relation.ispartofseriesSchriftenreihe zur Textualität des Filmsen_US
dc.subject.classificationthema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JB Society and culture: general::JBC Cultural and media studies::JBCT Media studies::JBCT1 Media studies: internet, digital media and societyen_US
dc.subject.otherRealitätsabbildung;Töne;Faktualität;Erzählformen;Möbiusband;Tenet;El incidente;Sci-Fi-Romcom;Siegfried Kracauer;Undine;Musikvideo;Shiningen_US
dc.titleZeitanomalien im Filmen_US
dc.typebook
oapen.identifier.doi10.23799/9783741007248en_US
oapen.relation.isPublishedBy1a01ac38-16aa-405b-a64f-4087916f036een_US
oapen.relation.isbn9783741005220en_US
oapen.series.number14en_US
oapen.pages292en_US
oapen.place.publicationMarburgen_US


Files in this item

Thumbnail

This item appears in the following Collection(s)

Show simple item record