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dc.contributor.authorTamcke, Martin
dc.date.accessioned2020-04-15T02:45:42Z
dc.date.available2020-04-15T02:45:42Z
dc.date.issued2017
dc.identifier.urihttp://library.oapen.org/handle/20.500.12657/37175
dc.languageGerman
dc.languageEnglish
dc.subject.classificationbic Book Industry Communication::J Society & social sciences
dc.titleEuropäische Interaktionsfelder
dc.title.alternativeErkundungen zu deutsch-russischen Beziehungen
dc.typebook
dc.typebook
oapen.identifier.doi10.17875/gup2017-1076
oapen.relation.isPublishedByffaff15c-73ed-45cd-8be1-56a881b51f62
virtual.oapen_relation_isPublishedBy.publisher_nameUniversitätsverlag Göttingen
oapen.relation.isFundedBy539cf431-abfa-4d27-8049-61415777119f
virtual.oapen_relation_isFundedBy.grantor_nameEuropäische Kommission
oapen.description.otherlanguageDas Verhältnis von Deutschen und Russen wird oft im Kontext von Kriegen und politischen Spannungen thematisiert. Aber eine derartige Sicht trennt auch das, was verbindet. Tatsächlich hat es im Laufe der Jahrhunderte nicht nur wechselseitige starke Migrationsbewegungen gegeben (Deutschland war zunächst eines der bevorzugten Fluchtländer der russischen Flüchtlinge nach der Russischen Revolution, Russland zog zur Zeit der Zarin Katharina deutsche Aussiedler an), sondern immer haben beide Kulturen auch stark aufeinander gewirkt. Am Schicksal der Russlanddeutschen zeigt sich in besonderer Prägnanz Fluch und Segen einer Existenz zwischen den Kulturen. Hier kann der Blick einzelnen Russlanddeutschen (wie dem letzten lutherischen Pastor von Tomsk) oder grundsätzlichen Überlegungen zur Geschichte und zum Selbstverständnis der Russlanddeutschen gelten. Umgekehrt werden Migrantenschicksale deutlich, die gerade deren Situation zwischen den Kulturen zum Teil tragisch verdeutlichen (Henry von Heiseler, Alexander Schmorell), die Wirkung russischer Kultur auf die deutsche erörtert etwa der Aufsatz zur Dostojewskij-Rezeption der dialektischen Theologen, während die studentische Arbeit zu Dostojewskijs Gotteslästerungsthematik im Großinquisitor ein Stück heutiger Rezeption bietet. Die Schlagwörter Märtyrer und Migranten belegen die gegenwärtig die Gesellschaften in Deutschland und Russland unterschiedlich bewegenden Tendenzen öffentlicher bzw. kultureller Diskurse, deren direkte Vergleichbarkeit nicht von vornherein gegeben ist.


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