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dc.contributor.authorKöhler, Kristina
dc.date.accessioned2021-03-15T13:39:35Z
dc.date.available2021-03-15T13:39:35Z
dc.date.issued2019
dc.identifierONIX_20210315_9783741000508_53
dc.identifier.urihttps://library.oapen.org/handle/20.500.12657/47339
dc.languageGerman
dc.relation.ispartofseriesZürcher Filmstudien
dc.subject.classificationbic Book Industry Communication::A The arts::AP Film, TV & radio::APF Films, cinema::APFA Film theory & criticism
dc.subject.otherNonbooks, PBS / Kunst/Fotografie, Film, Video, TV
dc.subject.otherTanz
dc.subject.otherStummfilm
dc.subject.otherExperimentalfilm
dc.subject.otherTrickfilm
dc.titleDer tänzerische Film
dc.title.alternativeFrühe Filmkultur und moderner Tanz.
dc.typebook
oapen.abstract.otherlanguageSchon um 1900 beschrieben Besucher früher Filmvorführungen das Flackern auf der Leinwand als "Tanz der Bilder". Die Idee, dass Filme Tanz nicht nur aufzeichnen, sondern selber – über die Projektion, Kamerabewegungen oder Montage – tänzerische Bewegungseffekte freisetzen, zirkuliert seither durch Filmkritik und -theorie. Der Band untersucht die Denkfigur vom tänzerischen Film und zeichnet ihr Entstehen im Kontext der intermedialen Geschichte von früher Filmkultur und modernem Tanz zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach. Gezeigt wird, wie das Kino im Kontext von Tanz, Körperkultur und Gymnastik als "Bewegungskunst" modelliert wird und wie es sich – parallel zu und in Wechselwirkung mit dem modernen Tanz – als Praxis und Erfahrungsraum etabliert, an dem neue Formen der Bewegung und Wahrnehmung erprobt werden. Erarbeitet wird ein innovatives Theorie- und Analysemodell, das medienarchäologische Ansätze mit Theorien der Wahrnehmung, Bewegung und Körperlichkeit verknüpft. Dieser Zugriff erlaubt, die Geschichte des tänzerischen Films über ein breites Spektrum an Beispielen in den Blick zu nehmen: an den Tanz- und Trickszenen des frühen Kinos, wissenschaftlichen Bewegungsstudien und Zeitlupen-Aufnahmen, Tanz- und Kulturfilmen, Tanzlehrfilmen, Filmkomödien und Melodramen der 1910er Jahre bis hin zu den ‹absoluten› Experimentalfilmen der frühen 1920er Jahre. Die Zusammenschau verbindet die Analyse der Filme mit den Filmtheorien und Aufführungspraktiken der damaligen Zeit und beleuchtet zentrale Beispiele über eine Fülle bislang unbekannter Archivmaterialien. So entfaltet sich ein faszinierendes Panorama der frühen Filmkultur, das zeigt, wie eng diese im Austausch stand mit Ideen des Tänzerischen der Körper- und Tanzkultur, bildenden Kunst, Philosophie, Physiologie, Bewegungswissenschaft, Lebensreform und populären Unterhaltungskultur. Erstmals in den Blick genommen werden auch die Reaktionen moderner Tänzerinnen und Choreographen wie Isadora Duncan und Loïe Fuller, Rudolf von Laban, Mary Wigman und Gret Palucca auf den Film. Ihre Kommentare, mal polemisch gegen das Kino gewandt, mal euphorische Entwürfe einer intermedialen Bewegungskunst, eröffnen einen ganz eigenen Reflexionsraum auf das damals neue Medium. Im Zentrum ihrer Überlegungen steht die (auch tanztheoretisch relevante) Frage: Wie lässt sich Tanz verstehen, wenn er nicht mehr an den menschlichen Körper gebunden ist? Die entwickelte Theorie vom tänzerischen Film ermöglicht, diese Frage auch für aktuelle Filme – von der ‹Berliner Schule› bis hin zu Spielformen des Screen- und Videodance – zu reflektieren und zu klären, was es heißt, einen Film oder ein Video ‹tänzerisch› zu ‹erfahren›.
oapen.identifier.doi10.23799/9783741000508
oapen.relation.isPublishedBy1a01ac38-16aa-405b-a64f-4087916f036e
oapen.relation.isFundedByce4e47d4-c2ff-407b-a002-c3da6d37ce39
oapen.relation.isbn9783741000508
oapen.relation.isbn9783741000669
oapen.relation.isbn9783894728403
oapen.pages416
oapen.grant.number[grantnumber unknown]


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