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dc.contributor.authorSteiner, Sebastian
dc.date.accessioned2024-07-08T16:22:20Z
dc.date.available2024-07-08T16:22:20Z
dc.date.issued2018
dc.identifierONIX_20240708_9783034014793_137
dc.identifier.urihttps://library.oapen.org/handle/20.500.12657/91800
dc.languageGerman
dc.subject.classificationthema EDItEUR::1 Place qualifiers::1D Europe::1DF Central Europe::1DFH Switzerland
dc.subject.classificationthema EDItEUR::L Law::LA Jurisprudence and general issues::LAZ Legal history
dc.subject.classificationthema EDItEUR::N History and Archaeology::NH History::NHT History: specific events and topics::NHTB Social and cultural history
dc.subject.otherErster Weltkrieg
dc.subject.otherSchweiz
dc.subject.otherMilitärjustiz
dc.subject.otherNeutralität
dc.titleUnter Kriegsrecht
dc.title.alternativeDie schweizerische Militärjustiz 1914–1921
dc.typebook
oapen.abstract.otherlanguageMilitärisch blieb die Schweiz zwar von den zerstörerischen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs verschont. Die zunehmend intensivere Kriegführung wirkte sich aber stark auf den neutralen Kleinstaat aus. Dessen Exekutivorgane wurden mehr gestärkt als in manchen kriegführenden Ländern, sodass von einer Implosion des Verfassungsrechts gesprochen werden muss. In diesem staatlichen Ausnahmezustand, dem sogenannten Vollmachtenregime, spielte die Militärjustiz eine zentrale Rolle. Untersucht wird die Militärjustiz in einem demokratischen Rechtsstaat, der stark eingeschränkt war. Der Bundesrat übertrug die Ahndung von Vergehen gegen die meisten seiner Notrechtsbeschlüsse zwischen 1914 und 1920 der Militärgerichtsbarkeit, wodurch diese in Bezug auf ein ganzes Spektrum von Delikten auch für die Zivilbevölkerung zuständig wurde. Die Militärjustiz wurde damit zur Basis einer neuen Rechtsordnung, die keineswegs statisch blieb, sondern eine Entwicklung nahm, die tief in die zivile Gesellschaft hineinreichte. Sie wirkte nicht nur als Zentralinstanz zur Festigung und Förderung der Disziplin in einer durch Drill und Schikanen strapazierten Truppe. Vielmehr war sie auch Mittel und Ursache für Skandalisierungsdynamiken im öffentlichen Raum sowie Kristallisationspunkt für sozialen Protest und diente im Gegenzug als Instrument der Einschüchterung und Zurückdrängung der Arbeiterbewegung. Der Autor zeigt, gestützt auf eine reiche Quellenbasis, dass es bei den damit verbundenen Auseinandersetzungen um weit mehr ging als nur um den Modus Operandi einer Sondergerichtsbarkeit.
oapen.identifier.doi10.33057/chronos.1479
oapen.relation.isPublishedBy1f950e02-f99d-41ce-96af-ab49518dbf62
oapen.relation.isFundedBy07f61e34-5b96-49f0-9860-c87dd8228f26
oapen.relation.isbn9783034014793
oapen.collectionSwiss National Science Foundation (SNF)
oapen.place.publicationZürich
oapen.grant.number10BP12_182925
oapen.grant.programOpen Access Books
oapen.grant.projectUnter Kriegsrecht. Die schweizerische Militärjustiz 1914-1920.


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