»Kampf um die Köpfe«
Das Amt für gesamtdeutsche Studentenfragen (AGSF) und die hochschulpolitische Kultur des Kalten Krieges (1949–1963)
Author(s)
Wickert, Tilman
Contributor(s)
Creuzberger, Stefan (editor)
Mrotzek, Fred (editor)
Language
GermanAbstract
Gegründet 1949 im Umfeld der Freien Universität Berlin, sollte das Amt für gesamtdeutsche Studentenfragen (AGSF) der bundesdeutschen Studentenschaft als »Brückenkopf« zu den Studenten an den DDR-Universitäten dienen. Darüber hinaus sammelte und publizierte es Informationen über die Lage an den ostdeutschen Hochschulen, betreute aus der DDR geflohene Studenten und verankerte mit seiner PR-Arbeit den antikommunistischen Grundkonsens an den westdeutschen Universitäten. Das AGSF gehörte einerseits zur studentischen Selbstverwaltung, andererseits war es ein eigensinniger Akteur, der enge Kontakte zu Politik und Nachrichtendiensten pflegte und wegen seiner Aktivitäten auf DDR-Gebiet ins Visier des MfS und sowjetischer Geheimdienste geriet. Für die Staatssicherheit war es eine von vielen »Westberliner Agentenzentralen«, die Studentenpresse sah in ihm das »Hauptquartier der studentischen Resistance« in der DDR, und den Allgemeinen Studentenausschüssen der bundesdeutschen Universitäten galt es vor allem als Organ der studentischen Selbstverwaltung. Erstmals liegt nun eine wissenschaftlich fundierte Monografie über diese facettenreiche Organisation vor – die in einer Reihe mit der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit und den Ostbüros von CDU, FDP und SPD stand.
Keywords
universities; cold war; GDR; students;DOI
10.62936/MTGS8037ISBN
9783954103430Publisher
BeBra VerlagPublisher website
https://www.bebra-wissenschaft.dePublication date and place
Berlin, 2025Imprint
BeBra Wissenschaft VerlagSeries
Diktatur und Demokratie im 20. Jahrhundert, 10Classification
Germany
Later 20th century c 1950 to c 1999
Cold wars and proxy conflicts
Espionage and secret services


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